Voller Geheimnisse ist das "Sagenhafte Löstertal". Von Schloss Dagstuhl über das Eulenkreuz zum "Schlittchen" führt die Sagen-Reise. Zahlreiche schaurige und traurige Erzählungen ranken sich um dieses idyllische Bachtal. Weiße Frauen und Zwerge, Hexen- und Teufelswerk, Zauberpflanzen und rätselhafte Todesfälle – all das gibt es im wild-romantischen Löstertal zu entdecken.
Die Sagen und Erzählungen des Löstertales sind Teil der unverwechselbaren Geschichte der Hochwaldregion geworden und berichten von einem Leben, das heute fast nur noch Erinnerung ist. Der Alltag unserer Vorfahren war geprägt von viel Unerklärlichem und Geheimnisvollen, von Ungerechtigkeiten und Kriegen, von der Verbindung christlichen Glaubens und überliefertem Aberglauben. Die Sagen und Erzählungen aus dem Löstertal spiegeln den Versuch der Menschen wider, diese Erlebnisse und Erfahrungen des Alltags oder in der Natur zu erklären, Gerechtigkeit walten zu lassen, Trost zu finden oder Wege zur Lebensbewältigung aufzuzeigen.
Menschen, die sich schuldig gemacht haben, finden ihre gerechte Strafe (Der Brotreinert) oder suchen verzweifelt nach Erlösung (Die weiße Frau, Der Marksteinrücker). Vor unheimlichen Begegnungen in Wäldern und Tälern wird gewarnt (Reiter ohne Kopf und Kragen, Der Wandermichel) oder historische Begebenheiten werden zum Stoff der Überlieferung (Der Brudermord im Gehemm, Sage von der Gründung Dagstuhls).